Bei einem Heimat-Abend in der Goglhofstube in Eberhardsbühl passen immer so viele  Besucher rein, wie kommen. Das ist ein Phänomen, das auch funktioniert, wenn Hans Pirner und Theo Stümpfl einen Abend gestalten. Für  Akkordeon und Gitarre war nach links gerade noch so viel Platz, dass die beiden Musiker ihre Instrumente bedienen konnten. Der gemischte Chor der Besucher  war deshalb so zahlreich  und leistungsstark, dass auch komplizierte Quodlibets in Angriff genommen werden konnten.

Hauptakteur war jedoch  Hans Pirner aus Bernricht mit seinen Mundartgedichten und

-Geschichten. Eigentlich sind sie so einzigartig und individuell, dass sie einen eigenen literarischen Namen verdienten. Sie sind schlicht auf das Wesentliche reduziert, aber inhaltlich von einer  bunten Fülle. Hans Pirner sieht den Menschenschlag  unserer Region mit scharfem aber liebevollem Blick.

Unmittelbare Empfindungen und Bedürfnisse der Landbevölkerung bringt er auf den Punkt, der in seinen  Gedichten und Geschichten auch immer der Schlusspunkt ist. Ein herzhaftes Lachen im wahrsten Sinn war die Antwort der Besucher. Aus dem Schmunzeln kam man  für 1 1/2 Stunden nicht mehr heraus. Dazwischen wurde viel gesungen und dank des Textheftes von Evi Strehl alle Strophen fehlerfrei.  Dass Hans Pirner und Theo Stümpfl nicht nur professionelle Musiker sind, sondern auch mit Herz spielen, braucht nicht erwähnt  zu werden. Man ging oder fuhr einfach beglückt nachhause.